

Im Zeitalter der Energieeinsparung mit dicht schließenden Fenstern und höherer Wärmedämmung kommt es zunehmend zu gesundheitsgefährdenden Belastungen in Innenräumen. Der Innenraum, sei es als Arbeitsplatz, Wohnung, Haus oder gar öffentliches Gebäude (z.B. Schulen und Kindergärten) gewinnt daher an Bedeutung als möglicher Einflussfaktor.
Zunächst standen chemische Schadstoffe, wie sie aus Baustoffen ausgasen können (z.B. Formaldehyd, PCB und PCP) im Blickpunkt der Untersuchungen. Biologische Einflüsse wurden dagegen völlig unterschätzt. Inzwischen ist bei Wissenschaftlern, Forschern und Sachverständigen die Erkenntnis gereift, dass mikrobiologische Kontaminationen – wie z.B. Schimmelpilze - schwere Gesundheitsstörungen hervorrufen und/oder verstärken können.


Schimmelpilze können sich auf folgende unterschiedliche Weisen gesundheitlich auswirken:

• allergene Wirkungen - hängt vom allergenen Potential der Schimmelpilzsporen ab

• toxische Wirkungen - Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen können toxisch wirken

• infektiöse Wirkungen - sie spielt vor allem bei immungeschwächten Menschen eine Rolle

• Geruchsbelästigung - sie kann die Lebensqualität beträchtlich beeinflussen
Es ist eine Tatsache, dass ein signifikanter Zusammenhang zwischen Infektionskrankheiten, Allergien, Reizungen der Augen und Atemwege, sowie Müdigkeit und Gliederschmerzen etc. und dem Vorhandensein von Bakterien und verschiedenen Schimmelpilzarten in Räumlichkeiten besteht. Ein besonderes Augenmerk sollte man in diesem Zusammenhang auf Kinder richten, die noch empfindlicher als Erwachsene reagieren und ihre Beschwerden oft nicht artikulieren können.
Häuser, Wohnungen und Arbeitsplätze können also krank machen.
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